3. März – Ein Jahr nach Fukushima Sei aktiv für eine Welt ohne Atomkraft

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Ein Appell aus Japan
Vom Aktionskomitee ‚All Japan 3.11‘

Seit dem Unfall im Atomkraftwerk ‚TEPCO Fukushima Daiichi‘ wird bald ein Jahr verstrichen sein. Viele Menschen dort waren gezwungen wegzuziehen und ihr Leben unter harten Umständen ohne hinreichenden Ausgleich fortzusetzen. Ungeachtet der Tatsache, dass eine wachsende Zahl von bis zu 70% der Japaner eine Beendigung der Gewinnung atomarer Energie wünscht, fördert die japanische Regierung auch nach dem Unfall in Fukushima wie besessen die Atomkraft. Eine Erklärung von Premierminister Noda, dass die Kühltemperatur der Atomreaktoren in Fukushima Daiichi auf einem sicheren Niveau stabilisiert und unter Kontrolle sei; eine unmenschliche Politik, die Kinder in Fukushima einer Strahlenbelastung von bis zu 20mSV als Voraussetzung für eine Evakuierung aussetzt; das Vertuschen des Verlaufs der ersten Krisensitzungen der Regierung über den Umgang mit dem Atomunfall; die Genehmigung des Exports von Atomtechnologie durch die Mehrheit der Parlamentsmitglieder; und der starke Druck zur Fortsetzung atomarer Energiegewinnung ohne angemessene Sicherheitsmaßnahmen … eine solche Politik wird durchgesetzt, weil die Atommafia des „Nuclear Village“ auch nach dem 11. März die Macht über die Atompolitik in Japan in den Händen hat. Was deshalb heute in Frage steht, ist die Demokratie als solche in Japan.

Während die Regierung unfähig ist, eine Ende der Atomenergiepolitik in Japan herbeizuführen, hat der Schock nach dem Unfall am 11. März die Meinung der japanischen Bevölkerung zur Atomenergie definitiv verändert. Im Moment arbeiten lediglich 2 von 54 Atomreaktoren in Japan. Wenn es uns gelingt, den erneuten Start der Reaktoren zu verhindern, werden Anfang Mai alle Atomkraftwerke in Japan stillstehen. Wir können diese Gelegenheit nicht ungenutzt lassen, die uns durch den Unfall in Fukushima Daiichi und um den hohen Preis von unermesslichen Schäden und Leiden der Menschen in Fukushima gegeben ist. Sollte es uns gelingen, die Atomkraft in Japan gänzlich zum Erliegen zu bringen, so wird es ohne Frage den Prozess der endgültigen Verabschiedung von der Atomenergie nicht nur in Japan, sondern in der ganzen Welt beschleunigen.
Diejenigen, die die Atomkraft schon immer gefördert haben wie die Energiekonzerne, das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) und die Sicherheitsagentur für Atomindustrie (NISA), erhöhen im Moment den Druck zum Neustart der Reaktoren 3 und 4 des AKWs Oi in der Präfektur Fukui. Sie arbeiten hart daran, diese Reaktoren bereits im April wieder hochzufahren. Sie benutzen dabei als Methode einen Stresstest, um das Sicherheitsniveau der Atomreaktoren zu testen, wobei es sich aber lediglich um Computersimulationen handelt. Dieser Prozess wird von Experten unterstützt, die finanzielle Zuwendungen von der Atomindustrie erhalten haben. Er wird auch unterstützt von der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), bei der es sich um eine UN-Behörde zur Förderung der Atomenergie handelt. Alte Standards über Maßnahmen zur Erdbebenbeständigkeit und Sicherheit haben sich als ungültig erwiesen. Für uns ist deshalb ohne eine vollständige Untersuchung über die Ursachen des Unfalls in Fukushima Daiichi ein Neustart irgendeines AKWs undenkbar.
Hiroshima, Nagasaki, Bikini, Three Miles Island, Tschernobyl und Fukushima – die Menschheit und alle Lebewesen können nicht mit der Atomkraft koexistieren. Die beste Antwort, um neue Atomkatastrophen zu verhindern, ist daher ein ultimatives Ende für alle Atomkraftwerke und -waffen. Der 11. März, ein Jahr nach dem Unfall in Fukushima, ist daher eine Gelegenheit für uns alle, die Bewohner dieser Erde, unseren Willen für eine Beendigung der Atomenergie zu demonstrieren. An diesem Tag wird deshalb in Fukushima eine Massenkundgebung stattfinden sowie Treffen und Demonstrationen in ganz Japan einschließlich einer Menschenkette um das Parlamentsgebäude. Lasst uns durch unsere gemeinsamen Anstrengungen die japanische Regierung dazu bringen, eine politische Entscheidung nicht für einen Neustart, sondern für eine sofortige Verabschiedung von der Atomenergie zu treffen. Wir rufen alle Bürger der Welt auf, auf die Straßen zu gehen, Menschenketten zu bilden und kreative Aktionen zu machen. Gemeinsam mit einer Stimme „Unterstützung für Fukushima!“ und „Stoppt Atomenergie!“

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